Fadenlifting

Hierbei nutzt man zu 100 % resorbierbare Fäden aus Polydioxanon (PDO), wie sie schon seit Jahrzehnten in der Chirurgie eingesetzt werden. Die Fäden besitzen unterschiedliche Strukturen – glatt, spiralförmig oder mit mikroskopisch kleinen Haken versehen. Diese speziellen sich auflösenden Fäden werden in das Unterhautfettgewebe appliziert, wodurch die Haut gestrafft und das Gewebe in die ursprüngliche Position angehoben wird. Man unterscheidet ganz grundlegend Mesofäden und Zugfäden. Mesofäden dienen primär der Faltenglättung und der Voluminisierung, die Zugfäden werden primär für die Hautstraffung und für einen entsprechenden Lifting-Effekt eingesetzt.

Mesofäden:

Mesofäden, wie in der Umgangsprache genannt, oder einfache PDO-Fäden (Mono), gedrehte Fäden (Screw) ect. werden mit einer speziell geschliffenen Kanüle, die besonders glatt ist, in die Haut eingebracht. Diese Fäden werden verwendet zur Voluminisierung, Faltenglättung, Verbesserung der Hautstruktur und Hautdichte. Meso-Fäden induzieren in der ersten Linie die Kollagen-Produktion: Nach der Behandlung löst die Haut den Faden auf, was die Produktion von frischem Kollagen auslöst.

Je mehr Fäden in die Haut eingebracht werden, um so besser ist der Effekt. Eingesetzt werden die Mesofäden im Gesicht, Hals, Dekolletee und am Körper.

Das Ergebnis hält 6-12 Monate.

Zugfäden:

Zugfäden, COG-Fäden in der Fachsprache, besitzen Wiederhaken und üben somit einen gewissen Zug- und Lifting-Effekt auf das Gewebe aus. Diese Fäden sind außerdem sehr viel stabiler und bieten die Möglichkeit, das Gewebe zu repositionieren, d.h. abgesunkene Hautpartien in die Ursprungsposition zu setzen. Der Faden befindet sich in einer stumpfen Kanüle – die Gefäße werden geschont und die Behandlung verläuft in den meisten Fällen ohne Hämatombildung. Die Zugfäden werden eingesetzt zur Straffung der Kinnpartie, Hängebäckchen, Wangen und zum Lifting von größeren Körperarealen.

Die Anzahl an verwendeten Fäden hängt von der Problemzone ab, jedoch es werden mindestens 2 Zugfäden pro Areal und pro Gesichtsseite benötigt.

Das Ergebnis hält 6-12 Monate.

Nebenwirkungen:

  • leichte Rötungen, Hämatome, Schwellungen, Schmerzen an der Injektionsstelle,
    (klingen meisten nach 3 bis 7 Tagen ab),
  • Falten und Dellen der Haut, die sich an den Berührungsstellen der Kerben oder Zähne des Fadens gebildet haben,
    (klingen innerhalb von 2-4 Wochen ab);