Carboxytherapie

Die Carboxytherapie ist eine naturheilkundliche Reiztherapie. Die subkutane Quellgas-Anwendung insuffliert medizinische Kohlensäure (CO2) zur Förderung der Durchblutung und des Stoffwechsels. Ihr Einsatz erfolgt in der ästhetischen Medizin und im Schmerztherapeutischen Bereich. Die Einschleusung (Insufflation) des gasförmigen Kohlendioxid mit einer feinen Injektionsnadel direkt an den Wirkort wird als Carboxytherapie bezeichnet. Die medizinische Kohlensäure simuliert vor Ort eine Sauerstoff (O2)-Armut, auf die der Körper lokal mit einer Gefäßerweiterung reagiert.
Dadurch wird die Durchblutung erhöht und es findet eine Entsäuerung und Entschlackung an Ort und Stelle statt.

Insbesondere schlecht durchblutete Haut bei Rauchern oder Diabetikern, aber auch Narbengewebe (Dehnungsstreifen, Schwangerschaftsstreifen, Operationsnarben), schlecht versorgte Gesichtshaut (faltige Unterlider), UV-geschädigte Dekolletees und erschlaffte Hälse können von der Carboxy-Therapie durch eine Anregung der Kollagenproduktion des Bindegewebes profitieren.
Das hochreine Kohlendioxid wird nach Reaktion mit Wasser im Unterhautgewebe zu Kohlensäure ( = Quellgas). Der pH-Wert im Gewebe sinkt und simuliert eine Sauerstoffminderversorgung. Der Körper reagiert am Wirkort durch Weitstellung der kleinen Blutgefäße. Die vermehrte Sauerstoffabgabe über das Hämoglobin erfolgt nach dem Bohr-Effekt (CO2 + H2O >> H+ + HCO3-). Das führt zu einer erhöhten Versorgung mit Sauerstoff und der Anregung des eigenen Stoffwechsels. Die Kollagenstruktur verbessert sich durch eine erhöhte Neubildung von Hautkollagenen.

Mit der Carboxytherapie wird das Hautbild verbessert und frischer. Dünne Haut wird wieder stabiler. Patienten berichten von erhaltenen Komplimenten oder weniger morgendlichen Unterlidschwellungen nach Behandlung der Unterlider. Bei Cellulitis und Dehnungsstreifen können deutliche Ergebnisse erwartet werden. Die Behandlung sollte immer aus mehreren Sitzungen bestehen und kann z.B. in 6er Paketen geplant werden.

Bei manchen Indikationen ist Quellgas sogar wirksamer als körperfremde, synthetische Injektate. Etwa drei Wochen nach der Carboxybehandlung sind Veränderungen der Haut im Sinne einer Hautverjüngung oder Straffung mikroskopisch zu sehen. Nach wenigen Carboxy-Behandlungen ist die Hautveränderung von außen sichtbar. Lassen Sie dem Ergebnis sechs Wochen Zeit, das ist der übliche Wundheilungs- und Regenerationszeitraum des Menschen. Die entstehende Verbesserung der Hautqualität beruht auf einer gesteigerten Kollagenproduktion durch die verbesserte Durchblutung der Haut und den Impuls dieser Reiztherapie.

Einsatzgebiete:

  • Gesichtsfalten
  • Fettdepots, Hängebäckchen
  • Cellulite, Orangenhaut
  • Dehnungsstreifen, Schwangerschaftsstreifen
  • Augenringe
  • Unterlidfalten
  • erschlaffte Haut, z.B. faltiger Hals, schrumpelige Bauchhaut, schlaffe Oberarme
  • Hautverjüngung: Dekolletee, Handrücken, etc.
  • Narbenbehandlung

Nebenwirkungen:

  • kleine Schwellungen (bei einer Behandlung im Bereich der Augen)
  • leichtes Brennen
  • kleine Hämatome (Bluterguss)

Wieviele Behandlungen sind nötig?

Es bedarf mehrerer Sitzungen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen: 5-10 Behandlungen im Abstand von 1 Woche beispielsweise bei Augenringen. Zur Auflösung kleiner Fettdepots (Doppelkinn, etc.) benötigt man in der Regel zwischen 7-10 Behandlungen im Abstand von 1 Woche.